EvB-Robotik-Team

First Lego League 2017: „Hydrodynamics“

Auch in diesem Jahr war das „EvB-Robotik Team“ wieder erfolgreich bei der „First Lego League“ vertreten. Wir freuen uns schon auf einen sehr spannenden Tag.

Es war 6:30 Uhr, als wir uns vor der Schule trafen. Es war noch dunkel und wir brauchten eine Taschenlampe, um noch einmal zu kontrollieren, ob auch alles dabei ist. Dann ging es auch schon los Richtung Kiel. Wir fuhren in zwei Autos, um die aktuell sechs Mitglieder nach Kiel zu fahren.

Wir hatten wie in jedem Jahr wieder die Team-Shirts, viele lange programmierte und entwickelte Roboter und wieder unsere Forschungspräsentation dabei.

Als wir in Kiel ankamen, wurden wir schon erwartet und bekamen einen Tisch zugewiesen. Wir übten die Forschungspräsentation und gingen dann zu den Übungstischen, an denen wir die Programmierung der Roboter noch an die dortigen Bedingungen anpassen konnten. Dort erwartete uns dann eine böse Überraschung: Der Wasserhahn (siehe Foto) ließ sich nur in die entgegengesetzte Richtung drehen, die wir programmiert hatten. Wir blieben aber ruhig und bauten den Roboter etwas um und änderten ein paar Blöcke des Programmes.

Nach einer kurzen Begrüßung der Fachhochschule Kiel ging es dann auch schon los. Es gab allerdings eine Neuerung, die wir sehr begrüßen: Dieses Jahr gab es einen Übungslauf, der unter Wettbewerbsbedingungen abläuft, aber nicht für die Wertung zählt.

Zuerst waren wir mit dem Robot-Design dran. Unser Roboter wurde von Studenten der Fachhochschule genau begutachtet und bewertet.

Danach war es dann auch schon Zeit für die Forschungspräsentation: Wir hatten uns dieses Jahr mit der Versorgung und Reinigung von Trinkwasser an unser Partnerschule in Tansania befasst. Dazu hatten wir uns mit einem Mediziner unterhalten, der uns wertvolle Tipps für die Umsetzung gab. Wir haben uns schließlich dazu entschieden, das Wasser aus den schon vorhandenen Regenwassertanks durch schwarze Kupferrohre zu leiten, in denen das Wasser desinfiziert werden soll. Ein kleiner Mikrocontroller kontrolliert die Temperatur und gibt das Wasser ab einer Temperatur von 80°C frei. Es ist dann weitgehend desinfiziert und kann entweder direkt entnommen werden oder in einem kleinen Kupfertank zwischengelagert werden.

Nach unserem kleinen Rollenspiel hatten wir eine kurze Pause, in der wir noch einmal alle Programme überprüft haben. Danach bereiteten wir uns noch kurz auf das bevorstehende Teamwork vor.

Die Aufgabe beim Teamwork war es dieses Jahr, dass alle Teammitglieder mit nur sehr wenigen Füßen und Händen auf dem Boden durften. Wir musste also eine Pyramide bauen, was uns auch ganz gut gelungen ist. Danach wurden wir noch kurz über die Zusammenarbeit im Team befragt.

Dann ging es schon in die entscheidende Phase: Das Robot-Game begann. Wir hatten uns dieses Jahr besonders viel Mühe dafür gegeben und hofften auf ein deutlich besseres Ergebnis als im letzten Jahr.

Bei dem ersten Lauf waren Jannik und ich noch etwas aufgeregt und nervös, doch fast alles lief perfekt. In den nächsten Läufen bekamen wir dann eine sehr gute Routine und konnten sogar noch vor Ende der Zeit alle programmierten Läufe ausführen.

Nachdem wir bei dem Finale des Robotgames einen guten dritten Platz belegt hatten, wurde es spannend. Nachdem auch die besten vier Teams (u.a. auch wir) die Forschungspräsentation noch einmal vor allen Teams präsentiert hatten, konnte die Siegerehrung beginnen. Man konnte die Spannung im Raum mit allen Sinnen fühlen. Natürlich waren auch wir gespannt. Werden wir wohl wieder einen Pokal gewinnen?

In der Gesamtwertung belegten wir einen sehr guten dritten Platz und sind damit wie in den letzten Jahren immer ganz vorne dabei.. Wir hatten uns in diesem Jahr im Robotgame um elf Punkte verbessert. Auch einen Pokal konnten wir mit nach Hause nehmen: für die „Beste Forschungspräsentation“ - wie auch im letzten Jahr. Aber auch in den anderen Kategorien waren wir erfolgreich. Leider hat es dieses Jahr nicht für die Qualifikation für das Halbfinale gereicht. Aber vielleicht wird das ja nächstes Jahr etwas.

Ich möchte hier gerne auch nochmal allen Menschen danken, die dieses Event jedes Jahr möglich machen. Unserem Coach, Herrn Sobottke, unserem treuen Fahrer, Herrn Schilling, und unseren zahlreichen Experten, sowie allen, die diesen tollen Wettbewerb jedes Jahr möglich machen.

Text: Jannik Schilling
Bilder: H. Sobottke

EvB-Lego-Team des Emil-von-Behring-Gymnasiums Großhansdorf

FLL 2014: World class final central Europe in München

Bisher größter Erfolg für das EvB-Lego-Team: 6. Platz!

 

 

Die Qualifikation für das Europafinale ist schon ein ganz besonderer Erfolg und zieht weitere Arbeit nach sich: Das Europafinale ist ein internationaler Wettbewerb und deshalb ist die Wettbewerbssprache Englisch. Alle Anweisungen und offiziellen Reden, aber auch die Kommunikation im Wettbewerb und auch die Forschungspräsentation laufen auf Englisch ab. Nun können die Teammitglieder alle gut Englisch (Vielen Dank an die Englischfachschaft!), aber alle freuen sich, dass uns Silas immer wieder helfen kann, der viele Jahre in den USA gelebt und dort zur Schule gegangen ist. Er ist unser Sprachexperte, wenn es bei der Umsetzung der Präsentation etwas schwieriger geworden ist.

Schon im Vorfeld wuchs das Interesse an unserem Team: Die Zeitungen berichteten und kurz vor dem Finale erhielten wir Besuch vom NDR Hörfunk, der einen Radiobeitrag über das EvB-Lego-Team aufgenommen und über unsere Arbeit berichtet hat.

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Staunen-ueber-programmierte-Baukloetze,legoroboter138.html

Am Freitag, 6. März 2015, machen wir uns am Vormittag von Ahrensburg aus mit der Bahn auf den Weg per ICE einmal durch Deutschland von Hamburg bis München. Erstmals haben wir einen richtigen Fanclub dabei: Einige Eltern haben uns an dem Wochenende begleitet und unterstützt; per Auto wird unser Material und das Gepäck direkt transportiert, sodass wir nicht so viel tragen mussten, ein anderes Elternpaar flog uns hinterher. Unser Standort für die nächsten Tage ist ein Hotel in der Nähe des Deutschen Museums.

Am Abend wird noch einmal die Forschungspräsentation auf Englisch geübt, damit alle genau ihre Rolle wissen, wenn es am nächsten Tag losgeht.

 

Deutsches Museum in München – einen geeigneteren Austragungsort für das Europafinale der First- Lego-League kann man sich kaum vorstellen. Unter den Ausstellungsstücken, die jeweils technische Höhepunkte ihrer Zeit darstellen, treffen sich am Samstag die 24 besten europäischen Teams der First- Lego-League. Neben dem Starfighter, Hubschraubern und anderen Fluggeräten sind die Tische für die Teams aus 7 Nationen aufgebaut, an denen letzte Vorbereitungen auf den Wettbewerb durchgeführt wurden. Polnisch, Tschechisch, Französisch und Deutsch in allen Dialekten sind zu hören. Und nebenher läuft der ganz normale Museumsbetrieb.


Nach der Ankunft gibt es erste Kontakte zu den anderen Teams, wir treffen dort auch die Mindbreakers aus Oldesloe wieder, die sich auch in Schkopau für das Finale qualifiziert haben.

Am Nachmittag findet dann der erste Teamwettkampf statt: Die Live-challenge. Das ist ein Wettbewerb, den es nur im Europafinale gibt. Das Team bekommt einen einfachen Roboter zur Verfügung gestellt und muss in 20 Minuten eine Lösung für eine von 3 möglichen Aufgaben gemeinsam programmieren. Das Ergebnis geht in die Teamwertung mit ein.

An diesem Tag gibt es drei verschiedene Einzelmodelle aus dem Wettbewerbsspielfeld, die aber in anderer Weise bearbeitet werden sollen als auf dem normalen Spielfeld. In aller Ruhe arbeiten die Teammitglieder miteinander, die Älteren lassen unter Anleitung die jüngeren Teammitglieder programmieren und erledigen die Aufgabe konzentriert und in aller Ruhe. Die begleitenden Eltern und auch der Coach, Herr Sobottke, schauen immer wieder auf die Uhr: 2 Minuten vor Ende der Zeit gibt es noch keine fertige Lösung, aber niemand lässt sich aus der Ruhe bringen, und dann gibt es doch zwei erfolgreiche Lösungsversuche für die Aufgabe. Die Lösung ist nicht gerade schnell gefunden, aber doch in der Zeit und in sehr gutem Teamwork. Genau diese Leistung wird am nächsten Tag mit dem „Communication Award“, der von Motorola gestiftet ist, ausgezeichnet: Das Team habe in einer so vorbildlichen Weise zusammengearbeitet, dass sich viele Erwachsene daran ein Vorbild nehmen könnten, heißt es bei der Preisverleihung.

Nachts im Museum – da geht wirklich die Post ab: Pasta-Party im Deutschen Museum. Die Aufseher erklären den letzten Museumsbesuchern, dass nun eine geschlossene Veranstaltung stattfindet, und das Museum erwacht zum Leben: Disco und Pastabuffet führen die Jugendlichen aus den verschiedenen Ländern zusammen und es wird ordentlich gefeiert.

 

Am Sonntag geht es richtig los:

Zuerst werden bei der Opening-Ceremony alle Teams vorgestellt. In engem Zeitplan finden anschließend die Robotgameläufe, die Bewertung des Robotdesigns, die Forschungspräsentation und eine Teambefragung (Teamwork) statt. Alles läuft gut für das Team, obwohl manche Konstruktionen anderer Teams uns schon zum Staunen bringen.

Im Robotgame reicht unsere Punktzahl für den 9. Platz – im Viertelfinale sind wir gerade nicht dabei, aber wir sind hoch zufrieden, denn es hat fast alles geklappt, was wir programmiert haben.

Am Nachmittag bei der Siegerehrung werden jeweils die ersten 3 Plätze bekannt gegeben – unser Team wird nicht genannt, also werden wir wohl mit unseren Platzierungen im Mittelfeld liegen. Als dann aber die Platzierungen in der Gesamtwertung bekannt gegeben werden, wird es noch einmal richtig spannend, weil nur noch die vorderen Plätze ausstehen und die besten 5 Teams sich noch einmal für weiterführende Wettbewerbe in den USA, Südafrika oder Australien qualifizieren. Platz 7 belegt ein anderes Team – der Traum von einer Weltreise rückt immer näher!

Platz 6: EvB-Lego-Team! Wir sind das sechstbeste Team in Europa in dieser Saison! Die Freude darüber ist riesengroß und die Enttäuschung, dass man die nächste Runde nur ganz knapp verpasst hat, schnell vergesssen. Und wir haben einen besonderen Pokal mitgebracht: Den Award für die beste Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb aller Teams des Wettbewerbs. Herzlichen Glückwunsch noch einmal an alle Teammitglieder.

Am Abend feiern wir mit den Eltern den Erfolg in einem typischen Münchener Restaurant mit bayrischen Spezialitäten und machen noch einen Bummel durch die Innenstadt. Die Anspannung des Wettbewerbes ist vorbei und alle genießen den großen Erfolg.

Am Montag haben wir die Gelegenheit, uns ein bisschen zu erholen und München kennen zu lernen. Wir sind in der Innenstadt und besuchen bei tollem Frühlingswetter das Olympiagelände und den Fernsehturm, von wo aus wir auch einen Blick auf die Alpen werfen können.

Am Nachmittag tauchen wir noch einmal ein in die Welt der Technik und der Roboter bei der Besichtigung des BMW-Werkes in München. In der BMW-Welt lassen wir uns die moderne Technik erklären und anschließend sehen wir bei einer Werksführung, wie die Roboter die Autokarosserien zusammensetzen. Alles ist ein paar Nummern größer als in unserem Modell – aber das Team erntet großen Respekt vom Führer, als die Schüler/innen ihm erklären, wie man solche Roboter programmiert.

Auf der Rückreise am Dienstag sind sich dann alle einig: Die Teilnahme am FLL-Finale ist ein unvergessliches Erlebnis!

H. Sobottke

 

Hier ist der Link zur Berichterstattung über das Finale in München

http://evb.eu/content/view/347/135/

 

und über das Halbfinale in Schkopau:

Weltklasse

 

 

 

 

 

 


Das sind wir, das EvB-Robotik-Team:

- Ein kleines, klassen- und jahrgangsübergreifendes Team, bestehend derzeit aus 5 Schülern (5. Klasse – Q2-Jahrgang) des Emil-von-Behring-Gymnasiums Großhansdorf

- organisiert in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft, die sich an Nachmittagen, an Wochenenden und auch in den Ferien in der Schule trifft

- hoch motivierte, unterschiedliche Talente:

- kreative Tüftler für komplexe Legokonstruktionen und gelungenes Roboterdesign

- ideenreiche Programmierer für möglichste exakte Programmabläufe

- vielseitige Interessen für die Bearbeitung der wechselnden Themen der Forschungspräsentationen

- ein Team, in dem die Jüngeren von den Älteren lernen

- unterstützt durch Coaches, die in den vergangenen Jahren am Wettbewerb teilgenommen haben und nun „zu alt“ dafür sind

- ein Lehrer als Coach

 

Das sind unsere Ziele:

- gemeinsam erfolgreich am FIRST-Lego-League Regionalwettbewerb teilnehmen und möglichst die Qualifikation für das Semi-Finale Europe-Northeast erreichen

- kreative Ideen zur Lösung der komplexen Aufgabenstellungen entwickeln

- zielgerichtet im Team zusammenarbeiten

- gemeinsam Spaß haben

 

Das haben wir bisher erreicht:

- Erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb seit 2009 mit guten Platzierungen in allen Teildisziplinen und in der Gesamtwertung

2012 "Senior Solutions": 2. Platz im Regionalwettbewerb Schleswig-Holstein, Qualifikation für das Semifinale

- Teilnahme am Semifinale Europe Northeast in Brandenburg mit Platzierung in der ersten Hälfte

2013 "Nature's Fury": 2. Platz im Regionalwettbewerb Schleswig-Holstein, Qualifikation für das Semifinale Europe Northeast in Merseburg

- Teilnahme am Semifinale Europe Northeast in Merseburg

2014 "World Class": 2. Platz im Regionalwettbewerb Schleswig-Holstein, Qualifikation für das Semifinale Europe Northeast in Schkopau

- 2. Platz im Semifinale Europe Northeast in Schkopau, Qualifikation für das Finale Central Europe in München

- 6. Platz im Finale Central Europe in München

2015 "Trash Trek": 3. Platz im Regionalwettbewerb Schleswig-Holstein


Weitere Informationen zur FLL Lego-League finden Sie hier:

http://www.hands-on-technology.de/firstlegoleague

http://www.hands-on-technology.de/firstlegoleague/tournaments/82.071113_schleswig_holstein.html

 

Zum Artikel über den Wettbewerb in Rendsburg im November 2013: http://evb.eu/content/view/252/135/