Zimmerwetter

Haben wir etwa Regen im Klassenraum?

Das Zimmerwetterprojekt der Klasse 6c

Gibt es im Klassenraum denn Regen oder Nebel, Sonnenschein oder Sturm? Dies fragten sich die meisten Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c, als die beiden Zimmerwetterexperten, Susan Radke und Gert Faedrich, am Montagmorgen das Projekt vorstellten. Schnell wurde klar, dass es um richtiges Heizen und adäquates Lüftungsverhalten geht. Um dieses am Ende als „Junior - Zimmerwetter-Experten“ beurteilen zu können, führten die 22 Schülerinnen und Schüler als Wetterforscher fünf verschiedene Messungen an den unterschiedlichsten Stellen im Klassenraum durch: Luftfeuchtigkeit, Kondensation auf Spiegeln, CO2 – Gehalt, Zimmertemperatur und Oberflächentemperatur von Gegenständen sollten mit digitalen Messgeräten ermittelt werden. Mit Feuereifer waren die Schülerinnen und Schüler bei der Sache, aber die Temperatur von 42 Grad Celsius an der Stirn einer Schülerin stellte sich dann zum Glück doch als Messfehler heraus!

Ein Anruf bei der Feuerwehr mit Anmeldung des letzten Versuches leitete das spannendste Experiment am Ende der vierten Workshopstunde ein. Eine Maschine erzeugte dichten Theaternebel, der nun durch Lüften so schnell wie möglich entfernt werden sollte. Eine CO2 - Ampel zeigte deutlich, dass weder das gekippte Fenster noch die groß geöffnete Terrassentür den gewünschten Erfolg brachte. Erst das gleichzeitige Öffnen der Klassenraumtür zur Pausenhalle sorgte für die erforderliche Stoßlüftung und schnell konnten sich die Kinder im Raum 008 auch wieder gegenseitig sehen. Nun endlich zeigte die CO2 -Ampel gelbes und einen Moment später grünes Licht an. Diese Ampel darf die Klasse zur CO2-Messung noch bis Mitte Januar einsetzen und so soll ein Gefühl für das Lüften zum richtigen Zeitpunkt entwickelt werden. Um richtige Zimmerwetterexperten zu werden, sollen die Schülerinnen und Schülern mit ausgeliehenen Hygrometern zu Hause weiter forschen und so das heute erworbene Wissen auch in ihre Familien tragen. Ein gelungenes Projekt, bei dem alle Beteiligten mit viel Spaß eine Menge gelernt haben!

Danke an die perfekte Vorbereitung durch das Workshopteam.

 

Text und Fotos: Brigitta Carstensen