Umwelt-Aktionstag

Umweltaktionstag für die Fünftklässler

Viele der EvB-Schüler kommen sowieso mit dem Fahrrad zu Schule. Aber am Umweltaktionstag schwangen sich auch die Fünftklässler, die ansonsten das Elterntaxi bevorzugen, auf den Drahtesel. Schließlich gab es zur Belohnung, dass sie ihren Schulweg CO2 neutral zurückgelegt hatten, ein Los. Mit dem man dann mittags attraktive Gewinne abholen konnte. Leider war das Wetter der Aktion weniger gewogen. Bis zu 12 km strampelten einige – und wurden klitschnass durchgeregnet. Egal, die Vorfreude auf Gewinne – und das Gefühl, etwas für die Umwelt zu tun, ließen die Wetterbedingungen in den Hintergrund treten.

Bevor es zur Verlosung ging, musste aber auch noch ein Fahrradparcour im Nieselregen auf dem Schulhof absolviert werden. Hier war Geschicklichkeit wichtiger als Schnelligkeit. Die Fahrräder wurden dabei auch gleich auf Fahrtüchtigkeit überprüft. War genügend Profil auf den Reifen, damit man auch bei Schietwetter nicht ausrutschte? Die Orientierungsstufenleiterin Brigitta Carstensen wurde dabei nicht nur von der Umweltbeauftragten Kathrin Lentz und vom Verkehrssicherheitsexperten Helmuth Sobottke unterstützt. Es halfen auch fleißig ältere Schüler aus der 7c. „Meine Schuhe sind leider mittlerweile durchgeweicht“, schimpfte Brigitta Carstensen. Im Schulgebäude, geschützt vor den Fluten, gab es Umweltunterricht zum Klimawandel. Lehrer waren hier wiederum ältere Schüler.

Die EvB-Lehrer mit Fakultas erklärten die Theorie des Toten Winkels anhand von Filmen und Fragebogen, um dann mit ihren Klassen draußen einen echten Feuerwehrmann zu treffen – der am großen roten Gerüstwagen der Freiwilligen Feuerwehr Großhansdorf die Praxis zeigte. Er half zum Beispiel Luna aus der 5b in die Fahrerkabine und ließ dann ihre Klassenkameraden sich im Toten Winkel aufstellen. Nichts war von ihnen zu sehen für das blonde Mädchen am Lenkrad. „Das ist offensichtlich eindrucksvoller und plausibler, als reine Theorie“, nickte Feuerwehrmann mit Blick auf Lunas staunende Augen. „Ich habe das jetzt heute Morgen bereits 100 Schülern erklärt und langsam Fusseln am Mund“, lachte er. „Aber wenn es nur einen im Straßenverkehr vor einem Unfall beschützt, ist es das wert!“

Als dann die Gewinner glücklich ihre Preise in Händen hielten, hatten sie vier Stunden Verkehrserziehung am Stück erhalten – und sind hoffentlich nun noch besser gewappnet im Straßenverkehr. Lehrer von anderen Schulen, die sich dieses Projekt ansahen, waren begeistert. „Das machen wir bei uns auch!“, beschlossen sie.


Text: Heike Blenk
Bilder: Heike Blenk u. Kathrin Lentz