Menschen und Gespenster - Musical

Menschen und Gespenster together!

„Ich bin das Gespenst von Canterville“, sang die weiße Gestalt (Anton) ins Mikro und betonte, dass sie schon seit Jahrhunderten erfolgreich spuken würde. Dies schien nun schwierig, seit die moderne amerikanische Familie Goodman und nicht mehr die aristokratischen Canterburys das englische Schloss Canterville bewohnte. Der Blutfleck am Kamin war für die Eltern (Jolina und Emilia) nur ein Ärgernis, das man mit dem besten amerikanischen Fleckenmittel entfernen konnte, das Spuken eine Folge von psychischen Problemen. Die älteste Tochter (Sophie) sah darin die Möglichkeit, eine lukrative PR-Aktion zu starten und die frechen jüngeren Kinder (Elin und Iben) verspotteten das Gespenst sogar. Nur die Tochter Samantha (Joy) hatte schließlich Mitleid und half dem Gespenst. Nicht zu spuken, sondern, endlich sterben zu können und Ruhe zu finden.
 
Eine nette Nebenhandlung des Musicals „Das Gespenst von Canterville“ von Johannes Mathias Michel, unter der Leitung von Musiklehrerin Beate Kröger vom Chor der 5.-8. Klassen auf die Bühne gebracht, war, dass sich Menschen und Gespenster zunächst in Demonstrationen gegenüberstanden, später aber versöhnten und friedlich nebeneinander existieren wollten.
 
Viel Arbeit steckte in der langen und schwungvollen Produktion. Es mussten Lieder einstudiert werden, Choreographien geübt und Texte gelernt werden. Das große Ensemble musste sich vertrauen lernen und eine Ordnung auf der Bühne finden. Eine Chorprobenfahrt und so manche Samstags- und  Sonntagsprobe waren nötig – aber am Ende war es eine runde Sache und es gab langanhaltenden Applaus.


Text: Heike Blenk / Beate Kröger
Fotos: Heike Blenk