Abi-Entlassung 2018

Abiturienten-Entlassung 2018


„Stell dich mitten ins Gewitter - und du weißt, du bist am Leben!“
Das sang Schulleiter Rainer Kuske auf der Abiturentlassungsfeier am Stormarner Emil-von-Behring-Gymnasium für die scheidenden Schüler. Zuvor hatte er eine ernsthafte Rede gehalten, die zu diesen Liedzeilen passte: Wer denken würde, er wäre nun frei, säße einem Trugschluss auf. Denn nun ginge es doch erst richtig los, mit der Verantwortung. Mit den Herausforderungen, die es anzupacken gebe. Aber, da war sich der Schulleiter sicher, seine Abiturienten seien ausgestattet mit allem, was es dafür brauche. Er habe vollstes Vertrauen, dass jeder seinen verantwortungsvollen Platz in der Gesellschaft finde und sich besonders im Gewitter lebendig und glücklich fühlen werde.

Stellvertretend für die Lehrer sprach Robert Mohr und fand Zusammenhänge zwischen dem EvB und der Zauberei-Schule Hogwarts. Wie für den fertig ausgebildeten Harry Potter ginge es nun für die Abiturienten auch darum, die erworbenen Fähigkeiten für die richtigen Entscheidungen zu nutzen. Als der Deutschlehrer auch noch eine Rede von Schiller erwähnte, die die Schüler in seinem Unterricht hatten auswendig lernen müssen, erntete er fröhliches Gelächter. Sicher werden sie nicht vergessen, dass schon der Dichterfürst dazu aufrief, seinem Leben die Richtung zum Guten zu geben.
Die Eltern fanden lobende Worte für die Schule und dankten den Lehrern, dass sie ihren Kindern das Rüstzeug für die unübersichtliche Welt da draußen mitgegeben haben. Ihren Sprösslingen riefen sie zu, dass sie sich mutig und mit Lust in den vor ihnen liegenden Lebensabschnitt stürzen sollten. Da auch Stolpern und Hinfallen zum Leben gehörten, versprachen sie: „Wir sind auch weiterhin als Homebase für euch da.“ Einfach aufstehen müsse man halt immer wieder, mit Hilfe oder am besten eigener Kraft. „Sucht euch den Platz in der Welt, der euch Spaß und Freude macht – das ist die beste Voraussetzung für Erfolg“, sagte Vater Flemming. Mutter Hoffhenke ermutigte zu viel Zuversicht und etwas Lässigkeit – das hätte ja auch in der Schulzeit schon gut funktioniert.

Die Schüler selber ließen ihre Schulzeit noch einmal Revue passieren und hoben besonders die Klassenfahrten hervor. Sie konnten es sich noch gar nicht recht vorstellen, weder die Schule noch einander sehr bald nicht mehr täglich zu sehen. „Aber“, riefen Anneke Mückel und Julius Buchholz, „wer hat heute in 20 Jahren noch nichts vor? Dann treffen wir uns in einem allen bekannten Haus in der Nähe von Flensburg!“

Alle Reden wurden garniert durch die Musik der EvB Big Band unter der Leitung von Jörg Schraplau, den Gesang von Anna Heider und das Klavierspiel von Marie Diers.
 
Schließlich kam es zur Zeugnisausgabe. Neben dem langersehnten Dokument gab es Applaus, eine Rose von der Schulleitung und einen Hut von den Eltern. Und ein stolzes, glückliches Strahlen übers ganze Gesicht. Das beste Ergebnis hatte Jakob Ehbrecht mit einer 1,0 erzielt. „Ein Ergebnis, das man nicht in jedem Jahr sieht“, lobte Rainer Kuske.

Jakob und weitere Schülerinnen und Schüler wurden für besonderen schulischen und außerschulischen Einsatz ausgezeichnet – und dann bedankten sich noch die Unterstufenschüler bei ihren Paten, die sie wie ältere Geschwister in ihren ersten zwei Jahren an der Schule begleitet hatten. Das rührte diese zu Tränen. Den Abschluss bildete die Verleihung des Cambridge Certificates an diejenigen Schüler, die neben dem Abitur auch noch diese besondere Englischprüfung absolviert hatten.

Nach dem Abschlussbild ging es dann mit Sekt und Häppchen zum Smalltalk in die Sonne und bevor das EvB wirklich Geschichte ist, wird auf dem Abiball noch mal richtig zusammen gefeiert.


Text und Bilder: Heike Blenk