Geschichte der Schule

Wie alles begann

Am 1. August 1967 begann das eigenständige Leben des Gymnasiums Großhansdorf.
Am 20. Dezember 1967 bekam es seinen endgültigen Namen, es wurde zum Emil-von-Behring-Gymnasium.
Als Außenstelle der Ahrensburger Stormarnschule gegründet, entwickelte sich das EvB schnell zu einer eigenständigen, schnell wachsenden Institution.
Die Trägerschaft hatte zunächst der Schulverband Gymnasium Großhansdorf übernommen. Der damalige Bürgermeister der Gemeinde Großhansdorf, Herbert Schlömp, war gleichzeitig Schulverbandsvorsteher. Unter seiner Leitung wurden der Ausbau und die Ausstattung der Schule ständig vorangetrieben.
Bereits im Jahr 1977 besuchten 1075 Schülerinnen und Schüler aus Großhansdorf und vielen um-liegenden Städten und Gemeinden das Gymnasium.
Das stetige Anwachsen der Schülerzahlen in Großhansdorf - 1134 waren es im Schuljahr 1979/1980 - führte letztendlich dazu, dass eine "Tochter geboren" wurde. Der Kreis Stormarn, der im Jahr 1981 die Trägerschaft der Schule übernommen hatte, gründete das Gymnasium Trittau, an dem im Jahr 1983 der Unterricht aufgenommen worden ist.
Diese deutliche Entlastung durch die neue Verteilung der Schülerschaft, die dankenswerterweise nicht mit dem Verlust von Räumen und Ausstattung einherging, führte in der Folgezeit zu ausge-zeichneten, fast luxuriösen Rahmenbedingungen für den Unterricht.
Das letzte i-Tüpfelchen setzte dann der Bau des Forums als zentraler Aufenthalts- und Veranstal-tungsort, das nach langjähriger Vorplanung im Jahr 1988 vollendet worden ist.

Einige Generationen von Schülerinnen und Schülern haben inzwischen das EvB durchlaufen. Der erste Abiturjahrgang wurde im Jahr 1972 entlassen. Viele sind auch zu einem Besuch zurückge-kommen und haben berichtet, dass das, was wir ihnen mitgeben konnten, sehr hilfreich gewesen ist. Inzwischen bringen ehemalige Schülerinnen und Schüler ihre Kinder zu uns, um auch ihnen das nötige, aktuelle Rüstzeug für das weitere Leben mitgeben zu lassen.

Aktualität ist sicherlich ein nicht unwichtiges Stichwort in der heutigen Schullandschaft. Schule ist heute nicht mehr in der Lage, in einem in sich weitgehend abgeschlossenen Freiraum (Elfenbein-turm) Inhalte und Werte zu vermitteln, deren Verknüpfung mit der Lebenswirklichkeit dem Einzel-nen überlassen bleibt. Gerade in den letzten Jahrzehnten hat sich die Welt mit ihren Möglichkeit, Zielen und Anforderungen permanent in einem Tempo verändert, welches es Schule unmöglich macht, die reine Bewahrerfunktion beizubehalten. Schule muss sich - und wir haben uns - in zu-nehmendem Maße auf dieses Wechselspiel zwischen Bildungsanspruch und Lebensanforderungen einlassen. Ich denke mit gutem Erfolg.

Über dreißig Jahre Bildungsarbeit am EvB liegen hinter uns. Vier Schulleiter haben in dieser Zeit in ihrer jeweils eigenen Art die Geschicke der Schule gelenkt. Das Kollegium ist in ständigem Wandel begriffen. Mittlerweile finden wir wieder eine gut gemischte Altersstruktur, welche die wünschens-werte Vermengung von Erfahrung und Innovation gewährleistet.

Die Elternschaft haben sich verändert (nicht ganz so umfangreich wie die Schülerschaft). Rechte und Pflichten haben sich in dieser Zeit ständig gewandelt und sind jetzt im Stadium der paritäti-schen Mitbestimmung für alle an Schule beteiligten Gruppen. Aus den gruppenorientierten Ausei-nandersetzungen ist inzwischen weitgehend zielorientierte Zusammenarbeit geworden. Die Entwicklung von gemeinsam getragenen Schulprogrammen ist nur ein äußeres Zeichen dieser neuen Form von Kooperation. Die Zurücknahme von zentraler Reglementierung und die damit einher gehende erweiterte Eigenständigkeit von Schulen fordert diese Zusammenarbeit. Sie bringt allen viel Arbeit, ist aber eine große Chance für eine zeitgerechte, schülerorientierte und auf den Standort bezogene Schule.

Dieser Herausforderung - und das ist der Blick in die Zukunft der nächsten Jahre - werden wir uns gerne stellen und sind eigentlich schon mitten drin.