About Edgar

„Ein Auge weint, ein Auge lacht“, sagt Edgar Blank, der langjährige Hausmeister des EvB. Er macht Schluss. Nur noch bis Juni 2026 wird er gemeinsam mit seinem Kollegen Heiko Never im „Glaskasten“ sitzen und allzeit ansprechbar sein für alles und jede und jeden. Sogar Klassenpflanzen hat er über die Ferien adoptiert, wenn sonst niemand sie gießen konnte. Und so manche gedieh weit besser denn je unter seinem grünen Daumen.

Aufhören hätte er schon eher können, aber er hat seinen letzten Arbeitstag von Jahr zu Jahr hinausgeschoben. So gerne hat er das Kollegium und die Schülerschaft am Stormarner Gymnasium.

Die Sympathie ist absolut gegenseitig. „Edgar ist immer sehr hilfsbereit, bleibt immer ruhig, ich habe ihn nie genervt erlebt. Er kann auch gut mit Schülern umgehen. Er sieht die Dinge mit Humor, ein sehr sympathischer Kollege“, beschreibt ihn eine Lehrerin. "Warmherzig, immer freundlich, hilfsbreit und aufmerksam. Ich werde unsere kurzen Gespräche vermissen!", sagt eine andere. Eine Kollegin, die ab und an ihren Hund im Auto auf dem Parkplatz ließ, sagt: „Danke, dass du immer so offen und unterstützend warst, für Piccio und mich. Sie musste im Winter nie frieren.“ „Er ist absolut loyal“, lobt ein Kollege.

„Ich habe mir selbst auch einen Hund angeschafft“, erzählt Edgar Blank und lächelt. „Zur Rente. Einen Welpen. Für den ich dann viel Zeit haben wollte.“ Der Welpe sei jetzt schon vier Jahre alt. Und nun sei es wirklich der richtige Moment zu gehen. Sein Nachfolger Roland Hammermann stehe in den Startlöchern; er habe ihn schon eingearbeitet – es werde alles super weiterlaufen, auch ohne ihn.

Das mag sein. Aber... Auch Stimmen aus der Schülerschaft zeugen davon, dass man ihn nicht so schnell vergessen wird: „Herr Blank war mir immer ein Unterstützer und Freund. Ich werde ihn am EvB sehr vermissen!“ „Super nett. Immer bereit zu helfen. Auch, wenn er eigentlich schon Feierabend hatte.“ „Ohne ihn hätte ich mein Fahrradschloss nie geknackt bekommen, als ich meinen Schlüssel verloren hatte. Er hat mich gerettet.“

So jemanden lässt eine Schule wirklich nicht gerne ziehen! Aber zu noch einem weiteren Jahr lässt er sich nicht überreden. „Wirklich nicht?“ „Nein!“ Er macht Schluss. Es sei traurig. Ein Auge weint. Aber es sei auch der richtige Zeitpunkt. Er freue sich nun doch wirklich auf den Ruhestand. Ein Auge lacht.

Nun - dann gönnen ihm natürlich auch alle einen ganz wunderbaren nächsten und etwas geruhsameren Lebensabschnitt mit seinem nun schon erwachsenen Welpen. Und seiner Frau, den Kindern und den Enkelkindern. Seine hellen Augen leuchten: „Gerne würde ich eine Kreuzfahrt machen. Etwas Großes – oder auch erst einmal zum Drangewöhnen etwas Kleines – auf der Donau.“

Alle, die am EvB-Ufer zurückbleiben, wünschen allzeit gute (Kreuz-)Fahrt und immer eine Handvoll Wasser unter dem Kiel. Und rufen ihm von ganzem Herzen hinterher: „DANKE FÜR ALLES, LIEBER EDGAR!!“

Text und Bild: Heike Blenk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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