Vor zwei Wochen durften wir als Mitglieder des BSP-Teams des EvB an der finalen Cold Matters Conference des UNESCO Baltic Sea Projects in Flensburg teilnehmen. Damit ging für uns ein mehrjähriges Projekt zu Ende, das uns auf ganz besondere Weise geprägt hat.
Schon bei der Ankunft wurde klar, dass diese Tage unvergesslich werden: Wir teilten uns ein Zimmer mit drei 12-jährigen Jungs aus Litauen, die uns nicht nur zum Lachen brachten, sondern uns auch das Wort „Kakashka“ beibrachten – ein kleines Detail, das uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Im Gegenzug führten wir sie durch die Süßigkeitenabteilung im örtlichen Supermarkt – ein Moment voller gemeinsamer Entdeckungen.
Die Abende waren geprägt von Gemeinschaft: Ob beim UNO-Spielen mit den Kleinen oder unseren neuen schwedischen Freundinnen – überall spürte man diese besondere Verbindung, die entsteht, wenn Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenkommen und sich auf Augenhöhe begegnen.
Neben diesen persönlichen Momenten war das Programm ebenso abwechslungsreich: Ein öffentlicher Upcycling-Workshop mit Kleidertausch, eine vielfältige Werkschau mit Beiträgen aus Polen, Litauen, Estland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland. Ein besonderes Highlight war unser eigener Workshop als Youth Ambassadors zum Thema politische Teilhabe junger Menschen. Begleitet wurden wir dabei von dem Europaabgeordneten Rasmus Andresen, der im Gespräch mit Jan und Ella offen von seinem Weg erzählte – von einem engagierten 15-jährigen Schüler hin zu einem Politiker, der sich heute für die Rechte junger Menschen einsetzt. Seine Worte haben uns gezeigt, dass Engagement keine Frage des Alters ist, sondern des Mutes und der Überzeugung.
Am Ende hatten wir sogar die Gelegenheit, gemeinsam mit ihm einen kleinen Podcast aufzunehmen, der auf der UNESCO-BSP Website zu finden ist:
https://borderregions.org/_bsp/resource/rasmusandresenpodcastflensburg2026.mp3
https://www.b-s-p.org/post/youth-ambassadors-talking-with-rasmus-andresen-flensburg-conference
Als Youth Ambassadors unserer Schule nehmen wir nicht nur wertvolle Einblicke mit, sondern vor allem auch neue Freundschaften und Verbindungen zu Schulen im skandinavischen und baltischen Raum. Dieses Projekt mag nun enden, doch im Oktober geht in Estland ein neues los und das Gefühl von Zusammenhalt, Austausch und gemeinsamer Verantwortung für unsere Zukunft bleibt.
Umso mehr freuen wir uns darauf, diese Verbindungen weiterzuführen – ganz im Sinne der UNESCO-Mentalität. Schon im Mai werden wir zwei unserer neuen Freundinnen in Schweden besuchen. Und eines ist sicher: wir sagen nicht ‚Goodbye‘, sondern ‚See you!‘
Tom Fischer, Ole von Brand & Jan Prinzenberg






