Ein „Kalter Hund“ hilft den Hunden im Tierheim

„Oh, Kalter Hund, das hat mir meine Mutter früher immer zum Geburtstag gemacht!“, freute sich Sportlehrerin Alice Goldbecher in der ersten großen Pause und griff fröhlich nach dem gestreiften Stück Kuchen, das Martje ihr hinhielt. „Ich kenne das als Toten Hund“, lachte Kollege Michael Muuss und biss genüsslich in sein Stück. Umringt waren die beiden von größeren und kleineren EvBlern, die sich alle kaum entscheiden konnten, ob sie am Stand der 6b nun ein Stück fluffigen Schokokuchen von der einen Mia, ein Stück Bananenbrot von der anderen Mia oder doch etwas von der Regenbogentorte wollten, die Leni und Luis zusammen gebacken hatten.  „One moment on the lips, a life long on the hips”, reimte Englischlehrerin Kathrin Lentz, kaufte aber doch für ihre Umweltgruppe gleich fünf Stücke.

Es gibt am Stormarner Gymnasium ja eine Reihe von Möglichkeiten, sich etwas zu essen zu kaufen, wenn man sein Pausenbrot vergessen hat – oder nicht mag. Aber so ein Kuchenstand ist dann doch etwas Besonderes und fand großen Anklang. Einige mussten sich erst Geld bei den älteren Geschwistern ausleihen, für andere zahlte die Freundin mit. Sunny und Hayk aus der 6a ließen anschreiben. Man kennst sich ja.

„Wir spenden den Erlös an das Großhansdorfer Tierheim“, erzählte Hannes dem Hausmeister Heiko Never, der sich ebenfalls etwas Süßes gönnte. Wir wollen mithelfen, dass genügend Futter da ist und kein Tier eingeschläfert werden muss“, ergänzte Marikka. Dafür zahlte Schulleiter Frank Weis, der selber einen Hund zu Hause hat, sogar einen höheren Preis als auf dem Schild ausgewiesen.

Als Kunstlehrerin Christiane Balcerek in der 2. Großen Pause an den Kuchentresen trat, fand sie nur noch ein paar traurige Krumen vor. „Alles weg“, lächelten die jungen Bäcker entschuldigend. „Naja, gut für das Tierheim – und letztlich auch für mich, dann vermeide ich Donauwellen auf den Hüften“, tröstete sich die Lehrerin, die ihre Katze Frau Millie auch aus dem Tierheim geholt hat. „Auch gut für uns“, resümierte Juline. „Wir können helfen und hatten auch noch unseren Spaß beim Backen und Verkaufen!“

Text und Bilder: Heike Blenk

 

 


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