Wusstet ihr, dass vor 35 Jahren die Deutsche Demokratische Republik (DDR) mit der Bundesrepublik Deitschland wiedervereint wurde? Bis zu dem Zeitpunkt war die DDR im Wesen nicht demokratisch und galt als Unrechtsstaat. Jemand, der in der DDR gelebt hat, kam am 6. November 2025 an unsere Schule zu
Besuch, um uns aus seinem Leben dort zu erzählen. Siegfried Wittenberg, ein Zeitzeuge aus der DDR, hielt seinen Vortrag "Perspektivwechsel oder die freiheitliche
Sicht auf die Welt". Dieser handelte von den Alltag in der DDR und wie es war, dort zu leben. Mit vielen Fotos aus der damaligen Zeit nahm er uns mit auf Zeitreise in die DDR.
Nachdem alle Schüler aus den Jahrgängen 9-11 Platz genommen hatten, ging es mit einer kurzen Einleitung von unserer Schulleiterin Frau Schöneich los.
Herr Wittenberg stellte sich zuerst vor und begann seinen Vortrag damit, wie er zum Erzählen als Zeitzeuge gekommen ist. Angefangen hat alles durch seine Leidenschaft zum Thema Fotografie. Er und seine Freunde aus einer Fotowerkstatt machten einfach Fotos aus ihrem Alltag in der DDR. Herr Wittenberg beschrieb, wie heruntergekommen die ganzen Gebäude damals waren. Wie er selbst Angst davor hatte, verraten zu werden von Leuten, denen er fälschlicherweise vertraut hat. Niemand hatt sich getraut zu sagen, was er wirklich dachte oder glaubte. Durch diese Fotos wurde auch die Staatssicherheit (Stasi) aufmerksam und wollte am Ende sogar sein Haus verwanzen. "Die Fotos waren die einzige Möglichkeit, das auszudrücken,was man nicht sagen durfte."
Ein Foto war besonders beeindruckend. Es zeigte Menschen aus der DDR, die am Meer stehen und in die Ferne gucken. Mit diesem Foto vermittelte er die Sehnsucht
und die Neugier auf der Welt hinter dem Meer. Die Bürger der DDR durften nicht wie wir in jedes Land der Welt reisen. Vor einigen Jahren veröffentlichte er die Fotos im Internet, welche sehr viel Aufmerksamkeit erzeugten. So wurde er schließlich zum Zeitzeugen und fing in Bayern mit seinen Vorträgen an.
Nach seiner Vorstellung sprach er über die europäischen Werte. Er erklärte, wie Europa enstand, die Unterschiede zum Rest der Welt und zog damit Vergleiche zur
heutigen Zeit mit Bezug auf die DDR. Dabei zeigte er seine damals gemachten Fotos und wir kamen auf seine Heimat in Rostock und seine Erinnerungen an die Zeit als Soldat zu sprechen.
Mir gefiel, dass er immer wieder Fragen ins Publikum gestellt hat. Zum Beispiel, ob und wie wir unseren Nationalfeiertag (Tag der deutschen Einheit am 03.10.2025) gefeiert haben. Er berichtete von seinem Besuch im Baltikum und das solche Tage dort viel mehr gefeiert werden. Seine Botschaft an uns war, diesen Tag viel mehr zu würdigen und zu feiern, da wir ein unglaublich großes Privileg hätten, als freie Menschen in der EU leben zu dürfen. Der Vortrag verlief wie im Fluge und am Ende erzählte er uns noch von seinem Sohn. Trotz all der erlebten Grausamkeiten in der DDR, die er überlebt hat, ist er am Ende sehr glücklich.
Seine wichtigste Botschaft ist, dass wir unsere Demokratie schützen und dafür kämpfen müssen!
Fotos: Heike Blenk
Text: Nika Buttron/Presse AG
18.11.2025

















