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Rennen, Skaten, Fahrradfahren – für den guten Zweck

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Die letzten  Klassenarbeiten sind geschrieben, die Zeugniskonferenzen sind gewesen – die Sommerferien kommen in Sicht. Ein guter Zeitpunkt, um die letzten Schultage anders zu gestalten. Statt Mathe, Deutsch und Englisch stehenLaufen, Skaten, Fahrradfahren auf dem Plan. Skateboards sind auch erlaubt. Es ist Sponsoring Day am Stormarner EvB.

Genauer: 8.30 Uhr  Treffen im Kabinett der Klassenlehrerin bzw. des Klassenlehrers. 9 Uhr Beginn  der Wettbewerbe. Jeder Schüler muss an mindestens zwei Disziplinen aktiv teilnehmen. Jeder Schüler bekommt einen Rundenzettel, auf dem jede Einheit an einem Kontrollpunkt auf der Strecke angestrichen wird. Die Anzahl der Runden wird am Ende summiert und an die jeweiligen Sponsoren weitergeleitet. 

Die Sponsoren mussten sich die Schüler im Vorfeld suchen. Mütter. Großmütter. Nachbarn. Geschäfte. Jeder Sponsor finanziert jede Runde mit einem kleinen Geldbetrag. Das kann bei ehrgeizigen und sportlichen Schülern teuer werden.

Aber es ist ja für einen guten Zweck. Genauer: Für mehrere gute Zwecke. „Ein Teil der Einnahmen wird an unsere Partnerschule in Tansania gehen“, erläutert Sportlehrer Lars Pelen, einer der Organisatoren. „Ein anderer wird aber auch zur Finanzierung der Schulraumgestaltung genutzt und kommt somit den Sportlern direkt zugute!“, freut sich Kollegin Ingrid Niemeyer. 

„Das wollen wir direkt unterstützen, finden Englischlehrerin Ilona Lowin-Jacobsen und Mathelehrerin Lena Sebastian, dehnen ihre Muskeln und schnüren ihre Sportschuhe zu. Ihre Sponsoren sind Schulleiter Rainer Kuske und andere Kollegen, die nicht mitrennen wollen – aber gerne auch helfen, den Geldbetrag zu erhöhen.

Streckenposten sind weitere Kollegen und Schülerinnen und Schüler des Q1-Jahrgangs. Alles läuft lange rund bei strahlendem Sonnenschein. Wie am Schnürchen spulen die EvBler ihre Runden ab. – Aber dann werden doch auch einige Kühlpacks benötigt. Paul aus der 6b ist mit seinen Inlineskates umgeknickt und hält sich das schmerzende Fußgelenk. Für einen anderen jungen Sportler ist der Rettungswagen im Gespräch, dann aber reicht es doch, dass die Mutter ihn abholt. An Durst leiden bald alle. Wasserflaschen müssen laufend aufgefüllt werden und der Mensakoch schiebt einen Getränke-Notfall-Stand heran. Insgesamt aber ist die Stimmung bombig. Das Technikteam sorgt für anspornende Beats am Rand der Tartanbahn.

„Viel Arbeit war es, das für eine ganze Schule durchzuorganisieren“, berichtet Pelen gut gelaunt  und rückt die Sonnenbrille gerade. „Wir haben die jeweiligen Startgruppen durchmischt, Klasse 5,6,7,8,9 laufen, rennen und skaten immer jeweils zusammen.“

Der Sportkollege Christian Bahrdt hat bei der Organisation kräftig geholfen. Gerade bekommt er allerdings nicht viel mit vom sportlichen Rummel unter blauem Sommerhimmel. Er sitzt mit anderen Oberstufenschülern im schattigen Physikraum und zählt Rundenzettel zusammen. 

Den Abschluss bildet dann ein Treffen aller Teilnehmer auf dem Sportplatz. Paul aus der 6b ist zum Glück auch dabei. Alle sind gleich verschwitzt – alle haben sich für den gleichen guten Zweck geschunden - und verantwortungsvoll finanzielle Mittel erwirtschaftet – das ist das Wichtigste und das verbindet.

 

Text und Bilder: Heike Blenk


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